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Wir leiden!

Nr. 2

Zum Zweiten:

Zugegeben, nur selten einmal arbeiten zu können, ist ein guter Grund um sich Gedanken zu machen. Aber nicht der einzige...

Mir selbst gegenüber ehrlich zu
sein hat mir einst viel Schwierigkeiten gemacht. Inzwischen nicht mehr.
Ich bin glücklich, das weiß ich, aber ich weiß auch, dass das nur eine Halbwahrheit ist.
Tag und Nacht Personen oder auch nur eine Person in Gedanken zu haben, macht das Leben nicht einfacher. Und der Punkt ist ereicht, an dem ich mich fragen muss, ob ich etwas wage um meine eigentliche Zufriedenheit zu gefährden,
oder ob der Status Quo von mir aufrecht erhalten werden soll - in dem Wissen, dass Nichts schlechter wird, aber auch die Chance vergeht, dass es jemals besser wird.

Der Verstand sagt: Quäl dich nicht. Besser ist es sich über etwas keine Gedanken machen zu müssen. Der Versuch kann funktionieren oder nicht. Entweder explodiert die Lösung oder sie reagiert. Beides ist gut.

Und mein Herz, was sagt das? Jenes Organ, auf das ich ohnehin viel zu seten höre?

Es ist sich nicht schlüssig.
Und ich bin es auch nicht.
Ich bin
überfordert.
4.2.07 19:10


Im Haus, das Verrückte macht

Im "Weissen Rössl" am Wolfgangsee, Dort steht das Glück vor der Tür,
und ruft dir zu: "Guten Morgen, tritt ein und vergiß deine Sorgen!"

Einer der unsäglichen Ohrwürmer der Operettenrevue "Im weißen Rössel", Premiere diesen Samstag im Staatstheater Wiesbaden. Doch während sich die Hundertschaften von Operettenfans (und in diesem Sinne auch Fans der Beriselungsunterhaltung) an dem Lärm des Orchesters und der auftretenden Schuhplattler ergötzen, vergessen sie, dass das Theater hinter der Bühne noch weiter geht...
Das dort Tag für Tag knapp 1000 Menschen arbeiten - und sich mehr und mehr, dem Wahnsinn ergeben. Ich möchte berichten vom Haus, das Verrückte macht:

"Im Staatstheater in Wiesbaden, dort steht der Wahnsinn bereit,
und ruft dir zu: "Tritt nur herein, und wirst' nie normal wieder sein!"

Denn es gibt auch andere, weniger fröhliche Produktionen: Letztlich berichtete ich kurz von infantilen Schauspielern. Nun, selbst Kinder leiden manchmal unter dem Drang sich gegenseitig anschreien zu müssen. Selten habe ich eine Produktion erlebt, in der die Nerven so blank liegen. In der die Beteiligten ständig dabei sind, sich auf den Wecker zu fallen.
Und selten habe ich einen Regisseur erlebt, der über all dies, wie selbstverständlich hinweg geht, und statt die Ursprünge zu beheben, verbissen an seinem Weg festhält und im Ausgleich die "unwichtigeren" Personen ohne Vorbehalte fertig macht.

Wenn Kunst zur Fließbandarbeit verkommt und die kreativen Köpfe, die an ihrer Erschaffung beteiligt sind zu nichts weiter werden, als Statisten in einem Billigen Porno - dann ist die Menschheit verloren.

Das Staatstheater Wiesbaden hat ganze Arbeit geleistet.


9.11.06 16:36


Infantile Schauspieler

Ein kurzer Eintrag zur späten Nacht nach meiner obligatorischen Theaterprobe:

Der Laden, bei dem ich da gastvertraglich engagiert bin, nennt sich Staatstheater Wiesbaden. Es soll Leute geben, die halten das kleine Präfix "Staats-" für einen Qualitätsgaranten. Aber wenn die wüssten.

 

Heute stürzten ganze 3 Stunden lang 13 ausgewachsene Schauspieler aufeinander, im verzweifelten Versuch eine "Kampfchoreographie mit Witz" zu erzeugen. Heraus kam ein Gemauschel ohnegleichen, bei dem selbst der Regisseur nicht wusste was da grad geschah...

Wäre es nicht so traurig, was man da an nicht vorhandener Qualität sah, wäre es vielleicht tatsächlich witzig gewesen...

Immerhin: Selbst meine Theatergruppe (Schüler im Alter von 16 bis 19 Jahren) legen mehr Disziplin an den Tag - und dafür danke ich euch hiermit.

 

Euch allen und sowieso den Menschen auf der Welt: Eine Gute Nacht.

31.10.06 23:03


Kiefer verschoben

Mal so ein Ereignis der ganz besonders denkwürdigen Sorte...

Frank denkt sich: "Geh ich mal die Reste aus meiner alten Wohnung wegschaffen". Problem stellt sich: Glasplatte zu groß für Auto...

 

Was tun?

 

"hmm... Schade, wollte ich bei Ebay verkaufen, aber wenns nichtgeht, kommts eben zum Sperrmüll"

Dumm nur, dass Sontag ist und man den Sperrmüll nicht anrufen kann, also hinlegen und am Montag anrufen...

Aber wie das so ist, läuft eben alles nicht so ganz korrekt. Eine neugierige Schlampe guckt aus dem Fenster, fängt an zu nörgeln und wird imer penetranter. Nach ein paar Minuten elenden Genörgels in der Herbstnach hat Frank schließlich genug und schnauzt zurück. Die "Dame", entblößt, weiß sich nicht anders zu helfen als ihren Macker, der neben seinen Augen nur die Worte "Faust" (und zwar nicht das schöne Werk Goethes) und "Faust II" im Kopf hat, zu schicken, damit dieser dem Frank und seinem Kumpel mal kräftig in die Fresse haut - so sehr, dass man nicht mehr kauen kann..

 

Und es ist mal wieder einer dieser Tage, an dem mein normalerweise uneingeschränktes Vertrauen in die Menschheit (und mein Optimismus, dass es diese doch noch einmal zu etwas bringt) erneut erschüttert wird.

Lernen tu ich trotzdem nichts draus: Ich glaube immer noch an die Menschen. Waum?

Warum kan es überhaupt sein, dass man einfach um jemanden mal in die Fresse zu hauen auf die Straße geht.

Warum komt ein Mensch (selbst wenn er nicht viel Verstand besitzt) überhaupt auf eine so dämliche Idee...

 

Warum?

31.10.06 15:02


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