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Ebbe

Keine Ahnung was plötzlich los ist, aber abgesehen davon, dass mein Weblog aufgrund der ständigen Absenz eines Telefonanschlusses für mich derzeit in weite Ferne gerutscht ist und nur noch sporadisch gefüllt werden kann (sorry) hat mich auch generell eine geradezu unwirkliche Ebbe eingeholt.

(Vorgestern hab ich im SPIEGEL gelesen, dass ein Deutscher Satz heutzutage für gewöhnlich aus 13 Wörtern besteht. Mit meinen 42 Wörtern ("sorry" nicht mitgezählt) lieg ich da doch gut über dem Durchschnitt *g*)

Euphorie vorbei? Enthusiasmus gestorben? Das Darf nicht sein! Und trotzdem geb ich mich einem Trott hin, der wohl zu großen Teilen aus meinem Arbeitsleben kommt - aber warum langweile ich mich gerde dort, wo ich vormals soviel Erfüllung gefunden habe, jetzt umso mehr? Am Ende gelange ich wirklich ans Ziel: Der idealistische, materiell überhaupt nicht gesegnete, Künstler, der verzweifelt versucht doch noch was an der Welt zu ändern - oh Gott, wenns ihn gäbe, ich kanns kaum erwarten...

 

15.10.06 21:09


Der Tag... du bist erwacht

oder auch: Turn of the Tide Scheint so als sei ich wieder da. Online und so... Wieso aber fühl ich mich so weit weg? Liegt es daran, dass ich dieses Wochenende die letzten Reste eines eigentlich recht schönen Teil meines Lebens weiß anstreichen und dann dem rechtmäßigen Eigentümer zurück übergeben werde? Mag sein, dass eine Wohnung nur eine Wohnung ist, wie ein Tisch eben ein Tisch ist, aber so sehr ich mich gefreut habe umzuziehen und einen neuen Lebensabschnitt zu beginn, so sehr beginnt langsam auch der Wehmut mich zu verzehren. Und so sitze ich hier und höre "Der Tag... du bist erwacht" und habe nicht ein bisschen das Gefühl, dass ich ausgeschlafen habe und erwacht bin... Nein, ich bin müde. Indes gerate ich zusehends in eine weitere Krise, die von Zielen und dem Weg dorthin handelt. Alles scheint schwieriger als vermutet und ich muss mir eingestehen, dass ich wohl manchmal auch viel zu träumerisch bin.
28.10.06 10:31


Kiefer verschoben

Mal so ein Ereignis der ganz besonders denkwürdigen Sorte...

Frank denkt sich: "Geh ich mal die Reste aus meiner alten Wohnung wegschaffen". Problem stellt sich: Glasplatte zu groß für Auto...

 

Was tun?

 

"hmm... Schade, wollte ich bei Ebay verkaufen, aber wenns nichtgeht, kommts eben zum Sperrmüll"

Dumm nur, dass Sontag ist und man den Sperrmüll nicht anrufen kann, also hinlegen und am Montag anrufen...

Aber wie das so ist, läuft eben alles nicht so ganz korrekt. Eine neugierige Schlampe guckt aus dem Fenster, fängt an zu nörgeln und wird imer penetranter. Nach ein paar Minuten elenden Genörgels in der Herbstnach hat Frank schließlich genug und schnauzt zurück. Die "Dame", entblößt, weiß sich nicht anders zu helfen als ihren Macker, der neben seinen Augen nur die Worte "Faust" (und zwar nicht das schöne Werk Goethes) und "Faust II" im Kopf hat, zu schicken, damit dieser dem Frank und seinem Kumpel mal kräftig in die Fresse haut - so sehr, dass man nicht mehr kauen kann..

 

Und es ist mal wieder einer dieser Tage, an dem mein normalerweise uneingeschränktes Vertrauen in die Menschheit (und mein Optimismus, dass es diese doch noch einmal zu etwas bringt) erneut erschüttert wird.

Lernen tu ich trotzdem nichts draus: Ich glaube immer noch an die Menschen. Waum?

Warum kan es überhaupt sein, dass man einfach um jemanden mal in die Fresse zu hauen auf die Straße geht.

Warum komt ein Mensch (selbst wenn er nicht viel Verstand besitzt) überhaupt auf eine so dämliche Idee...

 

Warum?

31.10.06 15:02


Infantile Schauspieler

Ein kurzer Eintrag zur späten Nacht nach meiner obligatorischen Theaterprobe:

Der Laden, bei dem ich da gastvertraglich engagiert bin, nennt sich Staatstheater Wiesbaden. Es soll Leute geben, die halten das kleine Präfix "Staats-" für einen Qualitätsgaranten. Aber wenn die wüssten.

 

Heute stürzten ganze 3 Stunden lang 13 ausgewachsene Schauspieler aufeinander, im verzweifelten Versuch eine "Kampfchoreographie mit Witz" zu erzeugen. Heraus kam ein Gemauschel ohnegleichen, bei dem selbst der Regisseur nicht wusste was da grad geschah...

Wäre es nicht so traurig, was man da an nicht vorhandener Qualität sah, wäre es vielleicht tatsächlich witzig gewesen...

Immerhin: Selbst meine Theatergruppe (Schüler im Alter von 16 bis 19 Jahren) legen mehr Disziplin an den Tag - und dafür danke ich euch hiermit.

 

Euch allen und sowieso den Menschen auf der Welt: Eine Gute Nacht.

31.10.06 23:03


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